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Vier Geschenke für Roman Sedlak

26.03.2022

Blau-Weiß nun wieder Dritter in der Tabelle der Brandenburgliga

Mit 4:1 hat der SV Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf sein Nachholspiel vom 16. Spieltag der Fußball-Brandenburgliga gewonnen. Das Spiel gegen Grün-Weiß Lübben hatte nicht nur hohen Unterhaltungswert, es gehörten noch einige Randgeschichten dazu.

Engagiert wie immer

Die Wichtigste ist natürlich die, die sich mit dem Abschied von Blau-Weiß-Trainer Roman Sedlak verbindet. Der 50-Jährige stand an diesem Samstag nun das letzte Mal an der Linie. Und wer nun dachte, er würde sich genüsslich das Spiel ansehen und seine Jungs machen lassen – nein, er war wie immer voll dabei, dirigierte, schimpfte auch mal und freute sich über vier Tore seiner Mannschaft.

Verheißungsvoller Auftakt

Zunächst galt es für ihn jedoch, Umstellungen vorzunehmen. Mittelfeldregisseur Tim Bolte konnte nicht mit der Startelf auflaufen, und auch Kapitän Silvan Küter musste zuschauen. Doch der Auftakt war verheißungsvoll. Gleich in der zweiten Spielminute traf Melvin Gohlke nach einem Freistoß aus gut 20 Metern das Lattenkreuz des Lübbener Tores. Er hatte den Ball sehr schön um die Mauer herumgezirkelt. Es folgte eine Phase, in der nicht wirklich viel passierte. Beide Mannschaften griffen jeweils sehr früh an und ließen ihrem Gegner nicht viel Raum. Dann plötzlich, wie aus dem Nichts, das 1:0 durch Maurice Ulm (27.). Der Mittelstürmer von Blau-Weiß konnte sich bei Lübbens Abwehrspieler Marco Dos Santos bedanken. Nach dessen Stockfehler vor dem eigenen Strafraum konnte Maurice Ulm einschießen. Das 2:0 für den Gastgeber fiel nach Freistoß von Melvin Gohlke, der den Ball von der rechten Seite in den Strafraum spielte. Zunächst verpasste Toni Hager. Am langen Pfosten war aber Maximilian Tutzschke zur Stelle, der sich riesig über sein Tor freute.

Anschlusstreffer noch vor der Pause

Die Lübbener erzielten kurz vor der Pause noch den Anschlusstreffer. Nach schnellem Angriff über ihre linke Seite konnte Torhüter Florian Rudolph zunächst gegen Benjamin Borchert mit einem Reflex parieren - zu kurz. Aus einem Gewühl im Fünf-Meter-Raum heraus war es schließlich Lucas Künzel, der einschießen konnte und so die Partie noch einmal spannend machte .

„Was für ein geiles Nicht-Tor“

Und wieder hatte Blau-Weiß den besseren Start. Martin Wenzeck gelang das 3:1. Nach Freistoß von Roger Sobotta konnte Grün-Weiß-Torhüter Jack Kremin den Ball nicht festhalten. Wenzeck staubte ab (47.) und lief im Jubelrausch sofort zu seinem Trainer und bedankte sich auf seine Weise für die lange Zusammenarbeit. Jetzt wurde es richtig turbulent auf den Waldsportplatz – es fiel das 4:1. Torschütze war Roger Sobotta per Freistoß. Praktisch von der gleichen Stelle wie beim Freistoß zum 3:1, schoss Sobotta mit dem linken Fuß - diesmal allerdings direkt aufs Tor. Von der Bank kam noch der Spruch „Roger mach es genauso wie vorhin“. Kremin stand zu weit vor seinem Kasten und die Kugel flog über ihn ins … . Sehr umstritten war jedoch ob der Ball tatsächlich hinter der Linie landete. Im Publikum war scherzhaft zu hören „Was für ein geiles Nicht-Tor“. Nach einigen Diskussionen wurde das Tor gegeben.

Zwei Elfmeter binnen zwei Minuten

Die nächsten Chancen hatten wieder die Blau-Weißen und zwar per Elfmeter. Toni Hager wurde im Strafraum im Sturmlauf vom Lübbener Torhüter von den Beinen geholt. Und was eine alte Fußballerweisheit besagt - der gefoulte Spieler sollte den Elfer nicht selber schießen – bewahrheitete sich. Hager jagte den Ball mit dem linken Fuß weit übers Tor. Zwei Minuten später gab es erneut Elfmeter und Schiri Hannes Hermann lag wieder richtig. Maurice Ulm wurde gefoult. Roger Sobotta legte sich den Ball schon zurecht, doch Trainer Roman Sedlak hatte angewiesen, dass der eingewechselte Tim Bolte schießen sollte. Bolte schoss schwach und Torhüter Kermin konnte halten. Und Sekunden später hätte es sogar noch einen Elfer geben können. Wieder wurde Ulm im Strafraum gefoult. Doch binnen weniger Minuten gleich drei Elfer zu vergeben, das war dann auch dem Schiedsrichtertrio ganz offensichtlich zu viel.
Es blieb schließlich beim verdienten Sieg der Blau-Weißen, mit dem sie sich nun weider auf den dritten Tabellenplatz der Liga verbessern konnte..

Lob für Schiri Hannes Hermann und seine Assistenten

Einer des Besten auf dem Platz war Hauptschiedsrichter Hannes Hermann. Er hatte die Partie, in der es einige Ruppigkeiten auf beiden Seiten gab, durchweg im Griff. Er leitete unaufgeregt und mit klaren Entscheidungen. Er ließ sich auf keine Diskussionen mit den Spielern ein und machte seine Sache sehr gut. Das sah auch Christopher Musick so, der als Schiedsrichter-Beobachter des Fußball-Landesverbandes Brandenburg mit dabei war.

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