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SV Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf steht vor schwierigen Wochen

09.04.2022

Zahlreiche Spieler des Fußball-Brandenburgligisten sind angeschlagen / 1:3-Niederlage gegen den Oranienburger FC Eintracht

Die Spitzenpartie des 22. Spieltages der Brandenburgliga wollten nur 109 zahlende Zuschauer sehen. Na gut - ein spitzen Spiel wurde es auch nicht. Doch wie Oranienburgs Trainer Enis Djerlek es zusammenfasste: „Es war ein sehr intensives und überaus spannendes Fußballspiel.

Noch vor dem Spiel auf dem Waldsportplatz herrschte so etwas wie Zweckoptimismus. Einige wichtige Stammspieler fehlten. Und so war gleich mehrfach zu hören: „Jetzt heißt es zusammenrücken und vor allem die jungen Spieler sollten heute versuchen, ihre Chancen zu nutzen.“

Martin Kohlmann wie aufgedreht

Den besseren Start hatten die Gastgeber und vor allem Martin Kohlmann, der diesmal im Mittelfels aufgeboten war, sorgte dabei für viel Druck. Kohlmann bereitete auch die beste Tormöglichkeit für die Blau-Weißen vor. Maximilian Lichtnow verpasste den scheinbar möglichen schnellen Führungstreffer. Für Trainer Djerlak war es kaum mitanzusehen, wie seine Abwehr arbeitete und er schmiss seinen Hocker wütend und dabei laut schimpfend durch die Gegend.

Doch die Oranienburger gingen in Führung. Und wieder stand Kohlmann im Mittelpunkt, denn er verursachte mit einem Foulspiel im eigene Strafraum einen Elfmeter, den der Eintrachtspieler mit der Rückennummer 25, Lukas Bianchini, in der 25. Minute sicher verwandelt. Kohlmann bekam wenige Minuten später für ein erneutes Foulspiel die Gelbe Karte und wurde in der Pause vom bau-weißen Trainer-Team Maik Fochler und Resad Demann vom Feld genommen.

Paukenschlag nach Wiederanpfiff

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag. Torjäger Toni Hager konnte gleich im ersten Angriff der Gastgeber den Ausgleich besorgen. Es begann eine ganz starke Phase der Gastgeber. Ein Freistoß von Roger Sobotta landete wenige Minuten später am Pfosten der Oranienburger. Es folgte ein ganz feiner Spielzug der Doppeldörfler. Tim Bolte spielte in den Eintracht-Strafraum auf Toni Hager. Der Mittelstürmer legte per Kopfball für Maximilian Lichtnow auf. Aus vollem Lauf zog dieser ab und verpasste nur um einen Hauch.

Ein Freistoß an der Strafraumgrenze der Blau-Weißen brachte den OFC dann auf die Siegerstraße. Der Schuss von Enrico Schöffel wurde noch abgefälscht und Torhüter Florian Rudolph konnte nicht mehr reagieren. Zu erwähnen bleibt noch eine toller Schuss aus der Drehung von Lamin Ceesay.

Resad Demann erzielt fast noch den Ausgleich

Kurz vor Schluss gab es auf dem Waldsportplatz noch eine bemerkenswerte Szene. An der Seitenlinie hatte sich Resad Demann schon einige Minuten warm gelaufen. Er kam für den angeschlagene Kapitän Silvan Küter ins Spiel und hätte sogar noch per Kopf …
Die Gastgeber waren nahezu am Ende ihrer Kräfte und mussten im aufkommenden Hagelschauer dann in der Schlussminute noch das 3:1 hinnehmen. Basel Hawwa schoss ein.

„Die zahlreichen Ausfälle einiger wichtiger Stammspieler waren einfach nicht zu kompensieren. . Ich mache mir große Sorgen, wen wir in den nächsten Spielen noch aufbieten können“, sagte Maik Fochler nach dem Schlusspfiff. Kollege Enis Djerlek war natürlich zufrieden und kann sich nun wieder über die alleinige Tabellenführung freuen.

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