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Pokalüberraschung auf dem Waldsportplatz

13.11.2021

Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf II bezwingt den FC Neuenhagen im Achtelfinale

Was für ein Samstag für den SV Blau-Weiß Petershagen-Eggersdorf. Die Fußballer aus der Brandenburgliga gewannen ihr Nachholspiel beim SV Zehdenick mit 3:0 und konnten sich in der Tabelle der Liga auf den fünften Platz vorschieben. Toni Hager und zweimal Maurice Ulm trafen für die Doppeldörfler.
Jubel gab es zu gleicher Zeit auch auf dem heimischen Waldsportplatz in Petershagen. Die zweite Mannschaft von Blau-Weiß gewann in einer intensiven Partie im Achtelfinale des Ostbrandenburgischen Kreispokals gegen den FC Neuenhagen mit 8:6. Das Spiel wurde im Elfmeterschießen entschieden, da es nach regulärer Spielzeit 3:3 und nach der Verlängerung 4:4 stand.

Führung für Neuenhagen schon in der ersten Minute

Es war insgesamt ein wildes Spiel, in dem die Blau-Weißen am Ende verdient gewannen. Sie brachten einfach mehr Leidenschaft und Kampfbereitschaft mit in die Partie. Allerdings sahen die Gäste aus der Landesklasse Nord vor allem in der Anfangsphase der Partie wie der sichere Sieger aus. Schon in der ersten Spielminute ging der Favorit aus Neuenhagen in Führung. Nico Paepke überraschte Blau-Weiß-Torhüter Robert Wendt mit einer sogenannten Bogenlampe. Wendt stand zu weit vor seinem Kasten und konnten dem Ball nur hinterherschauen. Als dann Abwehrspieler Paulis Jermis nach einem unglücklichen Zweikampf den Platz verletzt verlassen musste, schien bei Blau-Weiß der Spielfaden zu reißen. Neuenhagens Aaron Marcel Weber konnte nach großartiger Vorarbeit von Anton Feiler vor dem Tor abstauben und brauchte im Abschluss nur den Fuß hinzuhalten: 2:0 (27.).

2:2 zur Pause

Blau-Weiß kam zurück ins Spiel, denn schon eine Minute später gelang der Anschlusstreffer unter großer Mithilfe der FC-Abwehr. Nach weiter Flanke, Torhüter Pernell Fischer berechnete den Ball falsch, konnte Matthias Späth einköpfen. Noch vor der Halbzeitpause fiel der 2:2-Ausgleich und wieder sah die Abwehr der Neuenhagener nicht gut aus. Nach Ecke von Paul Westphal bekam sie den Ball einfach nicht aus der Gefahrenzone. Kurt Skusa drückte die Kugel über die Linie.

Ronny Schmidtke verwandelt Foulelfmeter

Auch in der zweiten Halbzeit bekamen die knapp 100 zahlenden Zuschauer einen echten Pokalkampf zu sehen. Es gab Torchancen auf beiden Seiten. Blau-Weiß ging in Führung. Kapitän Ronny Schmidtke verwandelte einen berechtigten Foulelfmeter in der 56. Minute. Er hämmerte den Ball unter Torhüter Pernell Fischer in die Maschen.

Unentschieden nach 90 Minuten

Natürlich drückte in der Schlussphase Neuenhagen auf den Ausgleich. Doch die von Ronny Schmidtke und Paul Westphal gut organisierte Abwehr konnte dem Druck zunächst standhalten und hatte sogar das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite. Nach einem Freistoß von Artur Tabler konnte Tobias Hoke der Ball per Kopf auf der Linie abwehren und Anton Feiler vergab völlig freistehend. Erst ein genialer Pass von Ben Hensel brachte Aaron Marcel Weber in freie Schussposition, der den Angriff dann in der 79. Minute erfolgreich abschloss.

Elfmeterschießen muss entscheiden

Auch die Verlängerung blieb spannend, obwohl die Kräfte auf beiden Seiten nachließen. In der 104. Minute ging Neuenhagen tatsächlich in Führung. Tobias Lorenz traf zum 4:3. Doch wer nun glaubte, Blau-Weiß sei geschlagen – nur eine Minute traf Nico Schulz, der für den verletzten Kurt Skusa gekommen war. 4:4 und noch immer war nicht Schluss.

Nach dem nun fälligen Elfmeterschießen hieß es 8:6 für den Außenseiter aus der Ostbrandenburgliga und somit war die Überraschung auf dem Waldsportplatz komplett.

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