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Victoria Seelow verliert zu Hause gegen starke Berliner

08.05.2022

Mit 1:4 haben die Männer des SV Victoria Seelow ihr Heimspiel in der Fußball-Oberliga (Staffel Nord) gegen den SC Staaken verloren. Was sich sehr deutlich anhört, stand zumindest um die 60. Minute herum sogar auf der Kippe. Da hatte der Gastgeber nämlich seine beste Phase in der Partie und hätte Tobi Labes ein wenig mehr Glück gehabt …

„Ich schätze den SCS als einer der stärksten Mannschaften der Liga ein. Sie haben eine sehr kompakte Mannschaft und spielerisch bewegen die Berliner sich auf sehr hohem Oberliga-Niveau. Sie spielen zumeist klug aus der Abwehr heraus. Staaken ist derzeit Tabellensechster, aus meiner Sicht aber eine der besten Temas der Liga.“ Diese Einschätzung kam vor dem Anpfiff von Seelows etatmäßigem Kapitän Nabiel Nasse, der aber nach überstandener Corona-Erkrankung immer noch nicht richtig fit ist und erneut zuschauen musste.

Erste Halbzeit verläuft langweilig

Die erste Halbzeit verlief vor 146 zahlenden Zuschauern in der Seelower Sparkassen-Arena ziemlich langweilig. Staaken war auf Ballbesitz aus und Seelow war mit den sogenannten langen Bällen selten erfolgreich. Der SCS hatte in der 8. Minute eine Gelegenheit, als Khaled Akasha den Ball von der Grundlinie aus in die Mitte des eigenen Strafraums abwehrte. Jeongyeop Bae zog sofort ab - genau auf Seelows Torhüter Maurice Geisler.
Staaken war besonders stark, wenn es über die rechte Seite und die Ache Franz Bobkiewist – Ferris Freiwald – Patrice Donald Epale Otto ging. Es blieb bis zum Seitenwechsel beim torlosen Remis.

Victoria mit Schwung in die zweite Halbzeit

Die zweite Halbzeit begann mit deutlich mehr Schwung vor allem von den Seelowern. Plötzlich wurde schnell gespielt und auch kombiniert. In der 50. Minute zog Tobi Labes von rechts ab und Torhüter Kevin Otremba konnte den Ball nur mit Mühe abwehren. Zwei Minuten später hatte Staaken erneut Glück, als der Schuss von Labes nach schönem Zuspiel von Marvin Kilisch von der Staakener Abwehr von der Linie gekratzt wurde. Otremba war schon geschlagen. Und mitten in diese Drangphase der Gastgeber hinein fiel der Führungstreffer für den SCS durch Efräim Gakpeto. Aber Victoria blieb dran und nach erneut schönem Zuspiel, diesmal von Eligiusz Krzeptowski, konnte Kilisch den Ball volley ins Tor hämmern.

Notbremse nicht geahndet

Eine Schlüsselszene der Partie war vielleicht die 65. Minute. Bei einem Konter der Seelower rempelte im Laufduell Simon Sassade Evotche den Seelower Krzeptowski um. Schiedsrichter Sirko Müke ließ die Partie weiterlaufen und erkannte nicht auf Freistoß und erst recht nicht auf Notbremse des SCS-Verteidigers. Seelows Trainer Robert Fröhlich regte sich mächtig auf und bekam die Gelbe Karte. „Das sind typische Situationen, die uns derzeit immer wieder begleiten. Diese Dinge passieren genau dann, wenn du ganz unten in der Tabelle stehst“, ärgerte er sich noch nach dem Spiel.
Und fast im Gegenzug fiel der Führungstreffer. Sebastian Gigold zirkelte einen Freistoß über die Seelower Mauer hinweg unhaltbar für Maurice Geisler ins Tor. Die Schlussphase gehört den Gästen, die souverän und clever die Partie zu Ende spielten. Das 3:1 gelang Justin Neumann und das 4:1 dann Epale Otto. Das wurde dann auch zum spielerischen Höhepunkt der Partie. Nach großartiger Vorarbeit von Gigold schlenzte Epale Otto den Ball gefühlvoll ins rechte äußere Toreck.

Staakens Trainer Jeffrey Seitz zufrieden

„Natürlich bin ich zufrieden. Nach einer recht emotionslosen ersten Halbzeit haben wird uns diesen Sieg am Ende auch verdient“, freute sich Staakens Trainer Jeffrey Seitz.

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